beim gustl

Aus England kommt leider nicht nur Gutes, sondern gele­gent­lich auch Übles. Der derzeit prak­ti­zierte Raub­tier­ka­pi­ta­lismus ist nämlich eine Erfin­dung unter anderen der Eisernen Lady Margaret That­cher. Ihr Slogan  »There is no alter­na­tive« legi­ti­mierte eine Wirt­schafts– und Gesell­schafts­po­litik, welche ausschließ­lich auf wett­be­werbs­fä­hige Markt­wirt­schaft ausge­richtet ist, und somit die Politik in letzter Konse­quenz zur Dienerin der Wirt­schaft degra­diert, oder jegliche Politik – wie im Falle von Öster­reich im EU-Kaufhaus – sogar völlig über­flüssig macht.

Als Akronym TINA für Kapi­ta­lis­mus­kri­tiker und Globa­li­sie­rungs­gegner zum Zauber­wort geworden, hält die schein­bare Alter­na­tiv­lo­sig­keit wie ein böser Dämon Poli­tiker und Wirt­schafts­trei­bende mit einem Sack voll „Sach­zwängen“ in Schach.

Für mich stellte sich dann natür­lich die Frage, ob es dann vor lauter Sach­zwängen über­haupt noch eine Frei­heit geben kann, oder ob wir – wie in jeder anderen Diktatur auch – ledig­lich die Wahl haben mitzu­ma­chen oder (recht­zeitig) auszusteigen.

Trotz meiner Bezie­hung zu einer Englän­derin bin ich noch ein biss­chen ein »echtes Wiener Kind« geblieben und habe mir die Ausstiegs­va­ri­ante in einer Art Wiener­lied ausgemalt.


Weiterführende Artikel aus der Wikipedia:
Das Tina-Prinzip