grafik & foto

So manche/r wird sich an dieser Stelle fragen: Was hat eine Philo­so­phin mit Grafik und Foto­grafie am Hut, abge­sehen davon, dass sie in alle Ewig­keit sinnieren mag, wieso man das Wort Philo­so­phie nicht analog den altgrie­chi­schen Worten Graphik und Photo­gra­phie in Filo­sofie einge­deutscht hat.

Nun, ich neige dazu, Witt­gen­steins Diktum „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“, nicht zuletzt aus eigener Erfah­rung, recht zu geben, weshalb ich mich (spätes­tens) seit der Aufnahme meiner Tätig­keit als Biblio­the­karin an der „Graphi­schen“ (Höhere Graphi­sche Bundes-Lehr– und Versuchs­an­stalt) sehr intensiv mit den verschie­denen bild­li­chen Ausdrucks­mög­lich­keiten beschäf­tige, natür­lich – ebenso wie schon seit jeher in meinen musi­ka­li­schen Kompo­si­tionen – unter Einsatz meiner jeweils gerade aktu­ellen digi­talen „Univer­sal­werk­zeuge“ (derzeit sind das vor allem InDe­sign, GIMP / Photo­shop und Inkscape / Illustrator).

Nach einer gewissen Lern­phase und einigen Fehl­schlägen durfte ich meine ersten Einla­dungen und Plakate zu diversen Lite­ra­tur­ver­an­stal­tungen gestalten. Dieser Bereich des visu­ellen Designs ist auch heute noch für den Lite­ra­turzirkel schreib­welten aktuell.

Abge­sehen davon lernte ich recht bald, dass (digi­tale) Foto­gra­fien nicht notwendig Abbilder einer wie auch immer gear­teten Wirk­lich­keit sind. Man denke nur an die scham­lose Mani­pu­la­tion digi­taler Bilder in der Werbe­branche! Aber auch im doku­men­ta­ri­schen Bereich stellen Fotos keines­wegs „Wirk­li­ches“ dar, sondern besten­falls die subjek­tive Auswahl der foto­gra­fie­renden Person. Dessen einge­denk ist es nur mehr ein kleiner Schritt, Foto­gra­fien als Rohma­te­rial für impres­sio­nis­ti­sches, und expres­sio­nis­ti­sches und sogar tran­szen­dentes (Um-)Gestalten aufzu­fassen. Dass man natür­lich auch hier spie­le­risch ans Werk heran­gehen kann, mögen meine treuen Teddybären-Models belegen.

Als „synthe­ti­sie­rendes Geschöpf“ neige ich natür­lich ebenso wie im lite­ra­ri­schen und musi­ka­li­schen Bereich auch in der grafi­schen Domäne zu ekklek­ti­schen Stil­ver­mi­schungen, weshalb meine hier zur Verfü­gung gestellten virtu­ellen Schau­kästen Puristen und Funda­men­ta­listen weniger anspre­chen werden.

Wenn aber die Kost­proben die eine oder den anderen anzu­regen vermögen, sich selbst aktiv mit den graphi­schen Künsten ausein­an­der­zu­setzen, so hat meine Gallerie ihren Zweck bereits erfüllt.

Für den Fall, dass der eine oder die andere mich (dennoch) als Gestal­terin oder Bera­terin enga­gieren möchte, bitte ich um eine Nach­richt.


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